Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben möchte ich Sie auf meine nächste
Ausstellung aufmerksam machen, in der ich Arbeiten auf Papier
und Leinwand der fünfziger und frühen sechziger Jahre
des ehemaligen Berliner Malerprofessors Peter Janssen zeige.
Es sind Arbeiten, die zum großen Teil unter südlicher
Sonne, in Spanien und Italien, entstanden sind und mit ihrem
malerisch vibrierenden Kolorit von einer großen Lebensfreude
zeugen. So schreibt Karl Ruhrberg in dem Katalog des Stadtmuseum
Düsseldorf zur Ausstellung zum 80. Geburtstag von Peter
Janssen, dass er "auch als Berliner Hochschulprofessor
(...) ein rheinisch-französisch geprägter Künstler
geblieben (ist), der Malerei als Fest verstand."
Die Frische und Leichtigkeit seiner Aquarellbilder ließen
darauf schließen, dass sie erst vor kurzer Zeit entstanden
sind, wenn nicht die natürliche, jahrzehntelange Alterung
des Büttenpapiers andeutete, dass diese Blätter bereits
vor geraumer Zeit geschaffen wurden.
Seine Leinwandarbeiten dieser Zeit sind in ihrer Farbigkeit
wesentlich zurückhaltender, sie sind einerseits geprägt
durch einen harten Schwarz-Weiß-Kontrast oder andererseits
auch durch eine tonige "peinture", in der das Schwarz
für markante Akzente sorgt.
Wüsste man nicht, dass diese Bilder 40 bis 50 Jahre alt
sind, könnte man sie als Beispiele heutiger Malerei ansehen.
Die unbekümmerte Darstellung von Landschaft und Stadtleben,
die malerische Souveränität, der Zusammenklang von
Farbe und Form zeigen Peter Janssen als einen Künstler,
der, obwohl bereits vor über 25 Jahren verstorben, in unserer
Zeit gut zurecht käme. Auf seinem "Kurfürstendamm
bei Nacht", ein mit wilden Pinselschlägen hingefetztes
Leinwandbild im Format von 120 x 130 cm, lässt nur eine
umrissene Autosilhouette in der für einen Oldtimer typischen
Pontonkarosserieform auf das Entstehungsjahr des Bildes schließen.
Es ist mir eine große Freude, diese Bilder gefunden zu
haben und sie ausstellen zu dürfen.
Ich möchte Sie ganz herzlich zum Besuch dieser Ausstellung
einladen und würde mich über Ihr Kommen sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Rampoldt |